Otoplastik – Art, Form & Material
Maßgefertigte Otoplastiken für Hörakustiker

Otoplastik – Art, Form & Material


Otoplastik Arten

Die Art der Otoplastik beschreibt den grundsätzlichen Einsatzbereich – zum Beispiel für klassische Hörsysteme, Ex-Hörer, SlimTube, Gehörschutz, Spritzwasserschutz oder In-Ear-Monitoring.

SE

SE Otoplastik

SE-Neu

SE-Neu Otoplastik

Folie

Folie Otoplastik

HOKA

HOKA Otoplastik

CI- / Schlauch-Halterung

CI-Halterung und Schlauch-Halterung

Ex-Hörer Otoplastik

Ex-Hörer Otoplastik

SlimTube Otoplastik

SlimTube Otoplastik

Spritzwasserschutz

Spritzwasserschutz

Schlafschutz

Schlafschutz

Dämmotoplastik

Dämmotoplastik

Monitorotoplastik

Monitorotoplastik

Otoplastik Formen

Die Form der Otoplastik richtet sich vor allem nach der Anatomie des Ohres und dem gewünschten Halt. Je nach Ohrform, Versorgung und Kundenwunsch kommen unterschiedliche Formen infrage – von unauffälligen Ausführungen bis zu Formen mit besonders sicherem Sitz.

Schale

Schale Otoplastik

Semi-Schale

Semi-Schale Otoplastik

Ring

Ring Otoplastik

Ring light

Ring light Otoplastik

Kralle

Kralle Otoplastik

Kralle light

Kralle light Otoplastik

Spange

Spange Otoplastik

Cymba-Halter

Cymba-Halter Otoplastik

Stöpsel mit Abstützung

Stöpsel mit Abstützung

Stöpsel

Stöpsel Otoplastik

Materialien für Otoplastiken

Das Material der Otoplastik wird passend zur Anatomie des Ohres und zur gewünschten Anwendung ausgewählt. Dabei spielen Verträglichkeit, Abdichtung, Flexibilität, Stabilität und Oberfläche eine wichtige Rolle – je nachdem, wofür die Otoplastik später eingesetzt wird.

LP-Hart

LP-Hart rosa-transparentLP-Hart transparentlph-rotLP-Hart blauLP-Hart grünLP-Hart gelbLP-Hart violettLP-Hart schwarz

Ultra MSI®

Ultra MSI®

SysTherm

SysTherm rosa-transparentSysTherm rotSysTherm blauSysTherm schwarz

Titan

Titan

Silikon

silikon-rosa-transparentsilikon-transparentsilikon-rotsilikon-blausilikon-gruensilikon-gelbsilikon-orangesilikon-pinksilikon-hellblausilikon-tuerkissilikon-violettsilikon-schwarzsilikon-weisssilikon-grau-transparentsilikon-braun-transparentsilikon-pink-transparentglitter-rotglitter-blauglitter-gruenglitter-orangeglitter-pinkglitter-violettglitter-hellblauglitter-hellgruenglitter-goldglitter-silberglitter-bunt

Silikon Schwimmfähig

silikon-schwimm-rotsilikon-schwimm-blausilikon-schwimm-gruensilikon-schwimm-gelbsilikon-schwimm-orangesilikon-schwimm-pinksilikon-schwimm-lilasilikon-schwimm-schwarzsilikon-schwimm-weiss

Wissenswertes zu Otoplastik-Arten

Welche Otoplastik-Art ist die richtige?

Die passende Otoplastik-Art richtet sich nach der Versorgung und der gewünschten Funktion. Je nachdem, ob eine Otoplastik für ein klassisches Hörsystem, einen Ex-Hörer, SlimTube, Gehörschutz, Spritzwasserschutz oder In-Ear-Monitoring gefertigt wird, kommen unterschiedliche Arten infrage.

Was ist der Unterschied zwischen SE, SE-Neu, Folie und HOKA?

SE, SE-Neu, Folie und HOKA unterscheiden sich vor allem in ihrer Ausarbeitung und im akustischen Verhalten. Im Vergleich zur klassischen SE können SE-Neu und HOKA den Verschlusseffekt um etwa 15 dB reduzieren. Bei der Folie liegt die Reduzierung des Verschlusseffekts bei etwa 16 dB.

SE-Neu und HOKA wurden von LaborService Eck entwickelt. Während SE-Neu besonders gut nachträglich angepasst werden kann, bietet die HOKA, also die Hohlkanalotoplastik, zusätzlich besondere akustische Vorteile im Hochtonbereich.

Was ist der Vorteil einer HOKA-Otoplastik?

Die HOKA-Otoplastik wurde von LaborService Eck entwickelt, um akustische Vorteile mit einer alltagstauglichen Otoplastik zu verbinden. Im Vergleich zur klassischen SE kann sie den Verschlusseffekt um etwa 15 dB reduzieren.

Ein weiterer Vorteil liegt in der akustischen Wirkung: Die Resonanzfrequenz wird in den Konsonantenbereich verschoben. Dadurch entsteht ein deutlicher Hochtonverstärkungsgewinn von durchschnittlich etwa 8,5 dB im Bereich von 2 bis 6 kHz.

Gerade dieser Hochtonbereich ist für viele Sprachinformationen wichtig. Die HOKA-Otoplastik kann dadurch zu einer besseren Sprachverständlichkeit beitragen.

Welche Vorteile hat SE-Neu gegenüber einer Folie?

Die Folie bietet eine sehr hohe Reduzierung des Verschlusseffekts. SE-Neu hat den Vorteil, dass die Otoplastik nachträglich besser angepasst werden kann. Der Gehörgang kann bei Bedarf noch gekürzt oder mit einer Stufe versehen werden.

Eine eingearbeitete Stufe kann den Verschlusseffekt im Vergleich zusätzlich um etwa 1 dB reduzieren. Dadurch bleibt SE-Neu flexibler, wenn nach der Fertigung noch eine Anpassung an Sitz, Akustik oder Kundenempfinden notwendig wird.

Warum sind Ex-Hörer- und SlimTube-Otoplastiken oft besser als vorgefertigte Domes?

Ex-Hörer- und SlimTube-Hörsysteme werden häufig mit vorgefertigten Silikon-Domes angepasst. Diese Domes sind jedoch nicht individuell an das Ohr angepasst. Dadurch sitzen sie nicht immer gleich tief im Gehörgang und können sich während des Tragens leichter nach außen arbeiten.

Das kann sich auf die Hörqualität auswirken: Wenn der Dome nicht immer an derselben Position sitzt, verändert sich auch die akustische Wirkung. Die Versorgung klingt dann nicht immer gleich, und die Sprachverständlichkeit kann schwanken.

Eine individuell gefertigte Ex-Hörer- oder SlimTube-Otoplastik sitzt definierter im Ohr. Dadurch bleiben Position, Halt und akustische Wirkung zuverlässiger erhalten – für eine gleichmäßigere und stabilere Hörversorgung.

Wofür werden Spritzwasserschutz, Schlafschutz und Dämmotoplastiken gefertigt?

Spritzwasserschutz, Schlafschutz und Dämmotoplastiken sind Sonderanfertigungen für bestimmte Anwendungen. Spritzwasserschutz schützt das Ohr vor eindringendem Wasser, Schlafschutz kann Geräusche beim Schlafen reduzieren und Dämmotoplastiken werden zur gezielten Schalldämmung gefertigt.

Was ist eine Monitorotoplastik?

Eine Monitorotoplastik wird für In-Ear-Monitoring oder passende Ohrstücke für Kopfhörer und Monitorlösungen gefertigt. Entscheidend sind ein sicherer Sitz, eine gute Abdichtung und eine zur Anwendung passende Ausarbeitung.

Wissenswertes zu Otoplastik-Formen

Warum gibt es unterschiedliche Otoplastik-Formen?

Eine Otoplastik kann verschiedene Haltepunkte im Ohr nutzen. Grundsätzlich spielen dabei der Gehörgang, der Bereich des Antitragus und die äußere Cymba eine wichtige Rolle. Je nach Anatomie können diese Haltepunkte unterschiedlich stark genutzt werden – oder eben nicht, wenn die Ohrform es nicht zulässt.

Ist der Gehörgang gut ausgeprägt, kann er oft schon allein für einen sicheren Halt ausreichen. Reicht dieser Halt nicht aus, werden weitere Haltepunkte einbezogen. Dann können zum Beispiel Formen mit zusätzlicher Abstützung, Antitragus-Anlage oder Cymba-Halt sinnvoll sein.

Die Form wird deshalb nicht nur nach Optik ausgewählt, sondern vor allem nach Anatomie, gewünschtem Halt und der späteren Funktion der Otoplastik.

Was ist bei der Cymba-Ausarbeitung und den Light-Formen wichtig?

Bei einer Cymba-Ausarbeitung wird nicht die gesamte Cymba ausgefüllt. Entscheidend ist der Haltepunkt in der äußeren Cymba. Dieser Bereich kann genutzt werden, um der Otoplastik zusätzlichen Halt zu geben, ohne die Form unnötig groß oder schwer einsetzbar zu machen.

Gerade diese gezielte Ausarbeitung ist wichtig: Die Otoplastik soll sicher sitzen, aber trotzdem leicht einzusetzen sein. Deshalb wird nur der Bereich genutzt, der für den Halt tatsächlich notwendig ist.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite zur Cymba-Ausarbeitung.

Auch Ring light und Kralle light verfolgen dieses Ziel. Sie sind reduzierter ausgearbeitet als die klassischen Formen und dadurch oft leichter einzusetzen. Wenn die Anatomie genügend Halt bietet, können diese Light-Varianten eine gute Lösung sein, um sicheren Sitz mit einer möglichst kleinen und komfortablen Form zu verbinden.

Wissenswertes zu Otoplastik-Materialien

Welche Rolle spielt das Material bei einer Otoplastik?

Das Material einer Otoplastik beeinflusst Passgenauigkeit, Tragekomfort, Stabilität, Gewicht, Oberfläche und Bearbeitbarkeit. Je nach Anwendung werden unterschiedliche Materialeigenschaften benötigt – zum Beispiel eine besonders leichte Ausführung, eine hohe Bruchfestigkeit, eine flexible Abdichtung oder eine besonders stabile Form.

LaborService Eck arbeitet mit einem innovativen Materialhersteller zusammen. Dadurch können neue Entwicklungen getestet, praktische Erfahrungen eingebracht und aktuelle Materialverbesserungen frühzeitig in die Fertigung übernommen werden.

Was zeichnet LP-H als Otoplastik-Material aus?

LP-H ist ein Hightech-3D-Acrylmaterial für die digitale Otoplastik-Fertigung. Es ermöglicht eine sehr hohe Passgenauigkeit, ein geringes Eigengewicht und eine reproduzierbare Herstellung. Dadurch eignet es sich besonders gut für präzise gefertigte Otoplastiken im digitalen Workflow.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Bearbeitung: LP-H lässt sich sehr gut nachbearbeiten, häufig reicht dafür bereits Sandpapier aus. Das ist besonders praktisch, wenn kleinere Anpassungen an Sitz oder Oberfläche notwendig sind.

Auch bei der Hautverträglichkeit erfüllt LP-H alle relevanten Tests mit sehr guten Ergebnissen. Das Material wird kontinuierlich weiterentwickelt – LaborService Eck nutzt dabei jeweils die aktuelle Materialgeneration.

Wann ist Ultra MSI® als Material sinnvoll?

Ultra MSI® wird eingesetzt, wenn eine besonders hohe Stabilität gefragt ist. Das Material bietet bei Körpertemperatur eine fast 10-fach höhere Gesamtbrucharbeit, eine 5-fach höhere Bruchdehnung und eine fast 3-fach höhere Schlagfestigkeit.

Dadurch eignet sich Ultra MSI® besonders für Otoplastiken, die mechanisch stärker belastet werden oder bei denen eine sehr stabile Ausführung gewünscht ist.

Zusätzlich verfügt Ultra MSI® über die MSI® Technologie zur Reduzierung von Biofilmen. Das Material ist außerdem TPO-frei.

Ein weiterer Vorteil: Ultra MSI® muss nicht zusätzlich lackiert werden. Dadurch können mögliche Reizungen durch eine zusätzliche Beschichtung vermieden werden, da die biofilmreduzierende Eigenschaft bereits im Material enthalten ist.

Was ist das Besondere an SysTherm?

SysTherm ist die Weiterentwicklung von THERMOtec. Während THERMOtec weniger reißfest war und kritische Bestandteile enthielt, wurde SysTherm in diesen Punkten deutlich verbessert.

SysTherm verbindet einfache Handhabung mit hohem Tragekomfort. Bei Raumtemperatur ist das Material härter, wodurch sich die Otoplastik leichter ins Ohr einsetzen lässt. Bei Körpertemperatur wird es weich und geschmeidig.

Dadurch entsteht ein angenehmes Tragegefühl bei gleichzeitig guter Abdichtung. Das Material bleibt flexibel, besitzt eine hohe Reißfestigkeit und ist hypoallergen sowie physiologisch unbedenklich.

Ein weiterer Vorteil ist die Aufnahme von Feuchtigkeit. Das kann zu einem trockeneren und angenehmeren Ohrklima beitragen.

Welche Vorteile hat Titan bei Otoplastiken?

Titan ist ein biokompatibles Material und praktisch antiallergisch. Es eignet sich daher besonders für Otoplastiken, bei denen eine sehr gute Verträglichkeit und eine belastbare Oberfläche wichtig sind.

Im Unterschied zu einer Vergoldung ist Titan mechanisch und chemisch belastbarer. Die Titanschicht platzt nicht ab, das Material besitzt ein geringes Eigengewicht und isoliert gegen Hitze und Kälte.

Durch die homogene Oberfläche lässt sich Titan leicht reinigen. Gleichzeitig bietet es einen hohen Tragekomfort und eine hochwertige, langlebige Ausführung.

Wann wird Silikon als Otoplastik-Material verwendet?

Silikon wird verwendet, wenn eine dauerelastische Otoplastik mit hohem Tragekomfort und sehr guter Abdichtung gewünscht ist. Das Material bleibt flexibel, ist langlebig und eignet sich besonders für Versorgungen, bei denen ein weicher Sitz wichtig ist.

Da Silikon sehr gut abdichtet, kann das Ohr stärker schwitzen. Dadurch konnten früher häufiger Reizungen entstehen, besonders wenn sich Feuchtigkeit und Bakterien auf der Oberfläche ausbreiten.

Die Oberfläche wird deshalb mit Nano-Lack veredelt. Der Nano-Lack sorgt für eine glattere Oberfläche, kann die Ausbreitung von Bakterien reduzieren und erleichtert das Einsetzen, Tragen und Reinigen der Silikon-Otoplastik.

Ein weiterer Vorteil ist die große Gestaltungsfreiheit: Silikon ist in vielen Farben erhältlich, und es sind bis zu drei Farbmischungen möglich.


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